Ich hatte immer sehr großen Respekt vor Hunden. Ab Schäferhundgröße machte ich einen Bogen um die Tiere und musste bei Spaziergängen oder Joggingrunden durch den Wald häufig im Slalom laufen, um ihnen auszuweichen.

Liebe auf den ersten Blick

Als ich das erste Mal bewusst einen Shetland Sheepdog sah, ,dachte ich, es sei ein junger Collie, die ausgewachsen eine beachtliche Größe erreichen. Vor diesem etwa kniehohen Hund hatte ich aber keine Angst und fragte die Besitzerin, ob ich ihren Vierbeiner einmal streicheln dürfe. Sein Fell war weich und mir ging das Herz über. Ich fragte, wie alt er sei, und war erstaunt, dass dieser Hund bereits acht Jahre alt war. Dann erfuhr ich, dass er ein Shetland Sheepdog, auch Sheltie genannt, war.

Ein halbes Jahr später zog der erste Sheltie-Welpe bei mir ein und diese Rasse begleitet mich seitdem.

Simon

Meinen ersten Shetland Sheepdog taufte ich Simon. Er war ein liebenswerter Kerl, der sehr an mir hing, und das beruhte auf Gegenseitigkeit. Mit Simon durchlief ich alle Kurse in der Hundeschule, vom Welpentraining über den Hundeführerschein bis zu Agility-Kursen. Schließlich liefen wir ein paar Jahre gemeinsam durch den Wald und bei Wettbewerben. Es war eine tolle Zeit mit diesem aufmerksamen Begleiter.

Shetland Sheepdogs züchten

Als Simon acht Jahre alt war, beschloss ich, mit zwei weiteren Shelties selbst ein paar Würfe zu realisieren. Eileen und Marc zogen bei mir ein und verstanden sich von Anfang an gut mit meinem Ersthund. Simon war ein geduldiger „Großonkel“ für die Welpen und half bei der Erziehung.

Die Welpen abzugeben fiel mir immer schwer, und Simon, Eileen und Marc waren mir ein großer Trost. Ein frischgebackenes Herrchen meinte bei der Übergabe des Sheltie-Welpen, ich hätte bestimmt schon als Kind mit Hunden Umgang gehabt, wegen meines innigen Verhältnisses zu meinen Tieren.

Da fiel mir ein, wie es vor zehn Jahren gewesen war, als Simon zu mir kam, und ich war sehr dankbar für diese Begegnung mit dem Shetland Sheepdog.